Beyond Grey Walls – Biophilic Design

Inhalt
Das Projekt
Dieses Projekt an der ZHAW erforscht, wie biophiles Design, das natürliche Elemente wie Farben, Formen und Materialien in Innenräume einbindet, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Studierenden positiv beeinflussen kann. Ein zentraler Bestandteil ist die Schaffung eines «Green Classroom» als Prototyp im Toni Areal, Zürich, der in Zusammenarbeit mit Studierenden entwickelt wird.
Eine Gruppe von BSc-Psychologiestudierenden nutzt diesen Raum für zwei Monate, während eine andere Gruppe einen konventionellen Raum, den «Grey Classroom», verwendet. Ziel ist es, die Auswirkungen des biophilen Designs auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu evaluieren und wissenschaftliche Evidenz zu gewinnen. Dieses Wissen soll die Integration biophiler Elemente in Unterrichtsräume fördern und die Nachhaltigkeit an der Universität unterstützen.
Langfristig bietet das Projekt einen skalierbaren, modularen Ansatz, der Adaptierbarkeit betont und zur Umgestaltung weiterer Räume innerhalb und ausserhalb der ZHAW motiviert.
Personen

Cathérine Hartmann
ZHAW, Angewandte Psychologie
(Projektleitung)
E-Mail

Swen Kühne
ZHAW, Angewandte Psychologie
E-Mail

Riccardo Meier
ZHAW, Angewandte Psychologie
E-Mail

Clara Weber
ZHAW Life Sciences und Facility Management
E-Mail

Pascale Bebie Gut
ZHAW Life Sciences und Facility Management
E-Mail

Martina Guhl
ZHAW, Angewandte Psychologie
E-Mail

Studierende der ZHAW
ZHAW, Angewandte Psychologie

Studierende der ZHdK
Beitrag zu den SDGs

SDG 3 – Gesundheit und Wohlbefinden
Das Projekt fördert das Wohlbefinden der Studierenden und Mitarbeitenden, indem es biophiles Design in universitären Klassenzimmern integriert. Durch die verbesserte Raumluftqualität und natürliche Umgebungselemente wie Pflanzen und Tageslicht wird Stress reduziert und die mentale Gesundheit gestärkt. Diese Faktoren tragen zu einem gesunden Lern- und Arbeitsumfeld bei.

SDG 4 – Hochwertige Bildung
Das Projekt verbessert die Lernqualität durch die Schaffung inspirierender und gesunder Lernräume, die Konzentration und Kreativität fördern. Die Anwendung biophilen Designs trägt dazu bei, Bildungserfahrungen integrativer und ansprechender zu gestalten, wodurch langfristig bessere Lern- und Lehrergebnisse erreicht werden.
Hintergrund
In modernen Bildungseinrichtungen werden Lernumgebungen oft als funktional, aber wenig inspirierend empfunden. Der Mangel an natürlichen Elementen in traditionellen Klassenzimmern beeinträchtigt das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Studierenden. Biophilic Design bietet das Potenzial, durch die Integration von Natur in Innenräume, das emotionale Erleben sowie das kognitive Potenzial der Studierenden zu verbessern. Herkömmliche Ansätze zur Umgestaltung von Klassenzimmern scheitern oft an hohen Kosten, mangelnder Flexibilität und fehlender Evidenz für langfristige Verbesserungen.
Durch das praxisnahe Testen von Biophilic Design in einem Living Lab werden nicht nur bestehende Wissenslücken, sondern auch unzureichende Umsetzungsstrategien adressiert. Ein partizipativer Ansatz mit Studierenden und Expert:innen fördert die Akzeptanz für innovative Lösungsansätze.
Aktuelle gesellschaftliche Trends hin zu mehr Nachhaltigkeit und das wachsende Interesse an psychischer Gesundheit unterstreichen die Bedeutung von Biophilic Design. Die gesammelten Daten tragen dazu bei, wissenschaftliche Evidenz für die positiven Effekte der Natur in Bildungsräumen zu schaffen und damit nachhaltige Lösungen zu fördern, die sowohl skalierbar als auch in unterschiedlichen Bildungskontexten umsetzbar sind.
