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Ernährunszukunft Wädenswil

Inhalt

Das Projekt

Das Projekt zielt darauf ab, die Transformation des Ernährungssystems in Wädenswil durch die Etablierung einer Multiakteursplattform (MAP) zu fördern. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Gastronomie und Detailhandel mit der ZHAW. Diese Interaktion ermöglicht eine direkte Einbindung der Forschung in lokale Praxisfragen, wodurch innovative Lösungen für ein nachhaltigeres Ernährungssystem entwickelt werden können.
 
 Ein wichtiges Ziel ist es, die ZHAW als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis zu positionieren, um die Bedürfnisse und Herausforderungen der Akteure kontinuierlich zu erfassen. Das Living Lab bietet einen Raum für die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation konkreter Projekte, wie beispielsweise zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Foodwaste.
 
 Darüber hinaus untersucht das Projekt die Rolle von Forschungseinrichtungen in der effektiven Umsetzung von MAPs, um deren Beitrag zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen zu maximieren. Insgesamt wird angestrebt, durch dieses Reallabor einen substanziellen Beitrag zur nachhaltigen Transformation lokaler Ernährungssysteme zu leisten.

Frenzi Ritter
ZHAW, Life Sciences and Facility Management, IUNR
(Projektleitung)
E-Mail

Sonja Trachsel
ZHAW, IUNR
E-Mail

Hannah Della Casa
ZHAW, IUNR
E-Mail

Urs Müller
ZHAW, IUNR
E-Mail

Beitrag zu den SDGs

SDG 3 – Gesundheit und Wohlbefinden
Das Living Lab schafft ein Bewusstsein für gesunde Ernährungsgewohnheiten in der Gemeinde, fördert die Nutzung lokaler und frischer Lebensmittel und steigert so das Wohlbefinden der Bürger.

SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Durch die Förderung lokaler Landwirte und kleinerer Produzenten unterstützt das Projekt eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und sichert Arbeitsplätze in der Region.

SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden
Das Projekt integriert nachhaltige Stadtentwicklungsansätze, indem es lokale Lebensmittelproduktionssysteme stärkt und die Versorgungsstrukturen resilienter gestaltet.

SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion
Es wird ein Kreislaufsystem gefördert, das die Ressourcen effizienter nutzt, Lebensmittelverschwendung minimiert und umweltbewusste Konsummuster in der Gemeinschaft etabliert.

Hintergrund

Das Reallabor zielt darauf ab, die nachhaltige Transformation lokaler Ernährungssysteme zu fördern, um dringende Umwelt- und Gesundheitsprobleme zu adressieren. Die aktuellen globalisierten und industrialisierten Ernährungssysteme verursachen erhebliche Umweltschäden, u. a. Treibhausgasemissionen und Biodiversitätsverlust, während sich gesundheitliche Probleme durch ungesunde Ernährungsweisen häufen. Bestehende Lösungen sind oft unzureichend, da sie isoliert angegangen werden und eine starke Integration von Praxis und Wissenschaft fehlt.
 
 Durch die Einrichtung einer Multiakteursplattform (MAP) können relevante Akteur:innen aus Landwirtschaft, Handel und Forschung kooperieren und als Netzwerk lokal verankerte Lösungen entwickeln. Living Labs bieten hierbei die Möglichkeit, Massnahmen praxisnah zu testen und neue Ansätze in einem realen Umfeld zu evaluieren. Sie schliessen Daten- und Wissenslücken, indem sie innovative, interdisziplinäre Ansätze fördern und Forschungsergebnisse direkt auf Probleme anwenden.
 
 Die gesellschaftlichen Trends hin zu lokaler und nachhaltiger Ernährung sowie politische Rahmenbedingungen wie die Agenda 2030 machen den Zeitpunkt für die Implementierung solcher Projekte besonders geeignet. Ihre innovativen Ansätze in der Co-Kreation mit vielfältigen Akteur:innen bieten Potenzial, um systemische Veränderungen in Ernährungssystemen nachhaltig voranzutreiben.

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